Dienstag, 4. November 2014

{DIY} Happy Handmade Home - Für mehr Farbe im Leben [...oder in der Wohnung]



Lange, lange ist es her - ich weiß, ich habe meinen Blog in den letzten Wochen etwas stiefmütterlich behandelt. Aber die Aufregung um meinen neuen Online-Shop und meinen allerersten Handmade-Markt als Aussteller war einfach zu groß und ich hatte meist zuviele Hummeln im Hintern um mich mal in Ruhe hinzusetzen und einen neuen Blogpost zu schreiben. Dabei liegen die Fotos samt Idee schon seit Wochen in der Kreativ-Kiste und warten nur darauf, sich endlich ihren Weg ins virtuelle Geschehen zu bahnen. Darum habe ich hier nun zwei easy-peasy Ideen für euch, wie man seine Wohnung mit ein paar ganz einfachen Tricks etwas farbenfroher gestaltet!


DIY Magnetwand



Magnetwände sind eine super Sache für alle, die wie ich ständig irgendwelche Zettel, Fotos oder ähnliches rumfliegen haben, an keiner schönen Postkarten vorbeigehen können und sich zudem eine hübsche Wanddeko wünschen - jedoch ohne sich dauerhaft festzulegen. 




Hierfür habe ich zwei weiße Magnettafeln vom Möbelschweden mit zwei unterschiedlichen Stoffen bezogen. Man kann ruhig unterschiedliche Muster und Farben kombinieren - je bunter, desto besser! Der Stoff wird etwas größer als die Magnetwand zugeschnitten und auf der Rückseite mit doppelseitigem Klebeband befestigt. Man sollte darauf achten, dass der Stoff nicht zu dick ist, da sonst später die Magnete nicht so gut halten.




Die Magnete habe ich anschießend mit Masking Tape verziert. Der Grund hierfür war zunächst, dass ich keine schönen gefunden habe, die farblich und vom Stil her zu den Stoffen passen, aber mittlerweile gefällt mir diese Variante vielleicht sogar noch besser ;-)




Und so sieht das Ergebnis aus! 

Material

• Magnettafel "Spontan" von IKEA
• Stoff "Appellütt von Frau Tulpe
• Stoff "Ta Dot" von Limetrees
• weiße Magnete von Galeria Kaufhof



Farbenfrohes Bücherregal



Meine andere Idee ist sogar noch simpler und ebenso schnell umgesetzt. Natürlich ist es Geschmacksache, aber ein nach Farben sortiertes Bücherregal ist meiner Meinung nach einfach ein toller Blickfang in der Wohnung und sieht auch gleich ein klein wenig strukturierter aus. Alle Fans von alphabetischem Sortieren halten sich jetzt übrigens mal schnell die Augen zu ;-)



Es ist natürlich utopisch, dass die Bücher farblich alle gleich gut zusammen passen, aber es reicht schon, wenn man diejenigen, aus der gleichen Farbfamilie zusammenstellt und versucht leichte Übergänge zu schaffen (wie z.B. in der ersten Reihe von orange über rot bis hin zu braun). 


Ich habe dieses Konzept, wie man sieht, allerdings auch nur vier Reihen lang durchgehalten - in die letzten zwei Reihen haben sich die übrig gebliebenen Bücher geschlichen, die entweder zu groß waren oder diejenigen, die ich dann doch nicht trennen wollte (man kann die Harry Potter Reihe ja wohl nicht auseinanderreißen!!) ;-)

So, ich hoffe, euch gefallen meine beiden Ideen für ein farbenfroheres Wohnen! 
Macht's euch fein - bis zum nächsten Mal :-)

Paloma

Mittwoch, 17. September 2014

TOUJOURS PALOMA goes Dawanda oder Mein erster eigener Online-Shop


Es ist soweit - ich habe mich endlich getraut und meinen ersten eigenen Dawanda-Shop eröffnet! Ab sofort könnt ihr bei mir kleine, selbstgenähte Täschchen und in den nächsten Wochen hoffentlich noch allerlei anderen Schnickschnack kaufen. Natürlich alles aus hochwertigen und liebevoll ausgesuchten Materialien. Ich bin schon ganz aufgeregt und sehr gespannt, wie die Sache so anläuft - also drückt mir die Daumen ;-)


Meinen Shop findet ihr bei Dawanda unter dem Namen Toujours Paloma oder ihr folgt einfach direkt diesem Link. Ihr könnt auch ganz bequem von meinem Blog darauf zugreifen - oben in der Taskleiste findet ihr einen neuen Button zum "Online Shop".




Ich würde tausend Luftsprünge machen, wenn der ein oder andere mal vorbeischaut. In den nächsten Wochen kommen auch noch ein paar andere Dinge dazu - versprochen!

Liebe Grüße
Paloma



Mittwoch, 27. August 2014

Easy-peasy Glücklichmacher am Stiel


Cake Pops sind ja so eine Sache für sich. Einerseits machen sie mit ihrem hübschen Aussehen mächtig Eindruck, schmecken wunderbar schokoladig-süß und sind das perfekte Mitbringsel. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass sie eigentlich wahnsinnig zeitaufwendig sind, beim Verzieren mit Schokolade öfters mal vom Stiel plumpsen und mich die Aufbewahrung bisher (man kann die Dinger ja zum Trocknen nicht einfach irgendwo hinlegen) vor eine echte Herausforderung gestellt hat. Zum Glück habe ich bei meinem letzten Versuch (und ich hatte mir geschworen, dass es der allerletzte werden sollten, wenn die Dinger wieder so widerspenstig gewesen wären!!) mit Hilfe der lieben Dani von Ein klitzeklein(es) Blog super einfache Lösungen für die drei Hauptprobleme der Cake Pop Herstellung gefunden. 


Außerdem benötigt man bei Danis Rezept, das ich etwas abgewandelt habe, keine teuren, exotischen Backuntensilien, sondern lediglich Cake Pop- oder Lolli-Stiele (mittlerweile in vielen Deko-Läden wie z.B. Nanu Nana zu finden) und vielleicht das ein oder andere Paket Zucker - warum, seht ihr auf dem vorherigen Foto. Füllt man diesen nämlich in kleine Gläser, erhält man eine prima Aufbewahrungsmöglichkeit für Cake Pops. Die Suche nach besonderen Cake Pop Ständern, die man später sowieso nicht mehr benutzt, könnt ihr euch also sparen!


Und das benötigt ihr für die Herstellung:

Zutaten
Eine handelsübliche Backmischung für eine Kastenform
400 g Kuchenglasur
85 g Butter (Zimmertemperatur)
180 g Puderzucker
1 Fläschchen Butter-Vanille Aroma
1 TL Milch

+ ca. 35 Lolli-Stiele, 1 Kastenform (ca. 26cm), Zuckerperlen o.ä. zum Verzieren

1. Die Backmischung nach Anleitung zubereiten, den Kuchen kurz auskühlen lassen und dann aus der Form stürzen. Anschließend etwas ruhen lassen, jedoch am besten noch lauwarm weiterverarbeiten. Hierzu die harten Kanten rundherum mit einem Messer abschneiden und den Kuchen in einem Gefäß mit den Händen vorsichtig zerbröseln, sodass keine größeren Stücke mehr vorhanden sind.

2. In einer weiteren Schüssel die Butter mit dem Vanillearoma cremig rühren und nach und nach den gesiebten Puderzucker dazugeben. 1 TL Milch hinzufügen und die Buttermasse zu den Kuchenkrümeln geben. Am besten alles mit den Händen verkneten, bis eine feuchte Teigmischung entsteht.

3. Aus dem Teig nun kleine Kugeln formen, die in etwa den Durchmesser von einem 1-Euro-Stück haben. Die Kugeln anschließend ca. 1 Stunde oder länger in den Kühlschrank legen, damit die Butter wieder hart wird und die Kugeln beim Glasieren später nicht so schnell vom Stiel plumpsen.

4. Einen kleinen Teil der Kuchenglasur schmelzen. Jeweils einen Lolli-Stiel mit der Spitze in die Glasur tunken und danach die Kuchenkugel bis ca. zur Hälfte damit aufspießen. Auf diese Weise können die Kugeln später ebenfalls nicht mehr so schnell vom Stiel rutschen. Das Ganze geht anschließend wieder für eine kurze Zeit in den Kühlschrank, sodass die Schokolade trocknen kann. 

5. Nun geht's ans Glasieren. Dafür die restliche Glasur schmelzen und in ein ausreichend tiefes Gefäß füllen, sodass man die Kugeln vollständig eintauchen kann. Die Kegelkugeln mit einer Drehbewegung eintunken und warten bis die überschüssige Schokolade abgetropft ist. Anschließend in die mit Zucker gefüllten Gläser zum Trocknen stellen und nach Lust und Laune mit Zuckerperlen oder ähnlichem verzieren.


Ihr merkt schon, man muss trotzdem etwas Zeit investieren, bis die Cake Pops fertig sind. Aber wenn ihr die Kühlzeiten sowie die anderen Tipps beachtet, sollten frustrierende Cake Pop Desaster schon bald der Vergangenheit angehören ;-)

Liebe Grüße!
Paloma

Sonntag, 27. Juli 2014

Bei dieser Hitze bleibt der Ofen aus: Eiskalter no-bake Strawberry Cheesecake


Obwohl ich gerne backe, gibt es für mich bei dieser Hitze nichts Schlimmeres als in der Küche meiner kleinen Dachgeschosswohnung den Ofen anzuschmeißen. Ich meine, dort sind es momentan sowieso geschätzte 40° Grad Grundtemperatur - darum wurde kurzerhand jegliches elektronische Gerät, das zusätzliche Wärme erzeugt (sprich Föhn, Lockenstab, und eben auch der Ofen) in die Sommerpause geschickt. Doch was machen, wenn es einem doch in den Fingern juckt oder man zu einem speziellen Anlass eben doch mal einen Kuchen braucht? Die Lösung steckt im formschönen Anglizismus: No-bake Cake! Oder in diesem speziellen Fall im No-bake Strawberry Cheesecake (man beachte hier den überaus wunderbaren Reim). Oder für alle, die von diesen neu-deutschen, hippen Namen nichts halten: Erdbeer-Käsekuchen mit ohne Backen ;-) 


Zutaten für eine kleine Springform (18 cm Durchmesser)
120 g Cookies * 40 g gehackte Mandeln * 50 g Butter * 7 Blatt weiße Gelatine * 450 g Erdbeeren * 1 TL + 75 g Zucker * 100 g Schlagsahne * 250 g Magerquark * 250 g Mascarpone * 1 Päckchen Vanillezucker * Öl für die Form * 1 Gefrierbeutel 

+ Rührgerät, Tortenring

1. Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten und Butter in einem Topf schmelzen. Cookies in einen Gefrierbeutel packen und mit einer Teigrolle oder Ähnlichem fein zerbröseln, danach mit Mandeln und Butter vermengen. Den Boden einer kleinen Springform mit Backpapier auslegen und die Bröselmasse gleichmäßig andrücken. Anschließend für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. 

2. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 350 g Erdbeeren waschen und pürieren. Vom Pürree 80 g abwiegen und mit einem TL Zucker verrühren. 1 Blatt Gelatine ausdrücken, auflösen, mit dem Erdbeer-Zucker-Pürree verrühren und kalt stellen.

3. Sahne steif schlagen, Mascarpone, Quark, 75 g Zucker, Vanillezucker und das restlichen Erdbeerpürree gut verrühren. Die restliche Gelatine auflösen und ca. 2 EL Creme in die Gelatine rühren, dann die Gelatinemischung unter die restliche Creme rühren. Sahne unterheben. Den Keksboden mit dem Backpapier aus der Springform lösen, auf eine glatte Unterlage (Tortenplatte o.ä.) stellen und mit einem Tortenring umranden. Ungefähr die Hälfte der Mascarponecreme auf den Keksboden geben. Anschließend die Hälfte des Erdbeerpürrees darauf verteilen und mit einer Gabel locker unterheben. Den Vorgang mit der zweiten Hälfte Creme und Püree wiederholen. Die Torte am besten über Nacht kaltstellen. 

4. Die übrigen Erdbeeren waschen, die Hälfte davon wieder pürieren und über die Torte gießen. Anschließend die verbliebenden Erdbeeren in Stücke schneiden und damit die Torte dekorieren. 


Lasst den Cheesecake am besten bis kurz vor dem Servieren im Kühlschrank stehen, so schmeckt er wunderbar kalt und erfrischend :-)


Ich wünsche euch einen famosen Sommertag!
Paloma

Montag, 9. Juni 2014

Bitter-Lemon-Bowle mit Wassermelone und Erdbeeren - es lebe der Sommer!


Ich hoffe, ihr habt das lange, sonnige Pfingstwochenende auch so sehr genossen wie ich! Am tollsten an solchen warmen Tagen finde ich ja immer, dass man bis spät abends draußen sitzen und die milden Temperaturen genießen kann. Und natürlich, dass man nach Glühwein, Lumumba und Punsch endlich wieder Getränke im Glas hat, in denen viele kleine Früchte schwimmen und die man anschließend mit einem (meist viel zu kurzem) Pieker wieder herausfriemelt, nur damit die Hälfte dann meist doch nicht im Mund, sondern wahlweise auf der Erde oder den eigenen Klamotten landet. Aber egal - es lebe die Bowle! 


Bowle? Ist das nicht dieses Zeug was schon in den 80ern wieder out war und vorzugsweise von eher älteren Zeitgenossen aus großen, runden Retrokelchen getrunken wurde? Ja genau, aber diese Bowle hier gehört zum Kaliber ultra-erfrischend und sieht in einer schlanken Karaffe noch dazu vielmehr mega-schick als altbacken aus. Wer also für die nächste Sommerparty noch ein optisches und kulinarisches Highlight sucht, sollte sich diesen Getränke-Kracher nicht entgehen lassen.


Zutaten
300 g Erdeeren * 200 g Wassermelone * 4 Limetten * 175 ml Holunderblütensirup * 500 ml Mineralwasser * 
1 l Bitter Lemon (für die alkoholische Variante Sekt oder Prosecco)

1. Die Erdbeeren waschen und in kleine Stücke schneiden. Das Fruchtfleisch der Wassermelone aus der Schale entfernen, entkernen und ebenfalls klein schneiden. 3 Limetten gut abwaschen und in Spalten schneiden. Die Früchte mit dem Holunderblütensirup und dem ausgepressten Saft der übrigen Limette bedecken und im Kühlschrank ca. 1 Stunde ziehen lassen.

2. Früchtemix erst unmittelbar vor dem Servieren in ein Bowlegefäß geben und mit eisgekühltem Mineralwasser und dem Bitter Lemon auffüllen. Am besten schmeckt die Bowle an heißen Tagen eiskalt - darum unbedingt Eiswürfel bereit halten.


Tipp: Wer den etwas herben Nachgeschmack von Bitter Lemon nicht so gern mag, kann wahlweise auch Zitronenlimonade oder für eine alkoholische Variante Sekt oder Prosecco nehmen - Hauptsache es prickelt ;-)


Und noch ein Tipp: Für noch mehr Wumms kann man zum Holunderblütensirup auch einen guten Schuss Wodka geben und die Früchte nicht nur eine Stunde, sondern über Nacht ziehen lassen. 


Macht euch einen wunderschönen Sommertag!
Paloma

Sonntag, 25. Mai 2014

Kleines großes Glück im Glas: Walnuss Bananen Küchlein für's Sommerpicknick


Sommer, Sonne, Sonnenschein - endlich fängt das Sandalen-Wetter an! Höchste Zeit also Bikini, Badehose und Co. einzupacken und die Picknick-Saison einzuläuten. Nicht fehlen darf dabei natürlich die passende kulinarische Verpflegung. Aber was mitnehmen, wenn man nicht mit übergroßer Kühltasche, Tellern, Besteck und sonstigen Küchengeräten zum See radeln möchte (ist ja auch viel zu warm um Packesel zu spielen)?


Die Antwort liegt dieses Mal nicht auf der Hand, sondern im Glas. Genauer gesagt im Weckglas. Ja genau, diese komischen Dinger, in denen Oma früher immer Obst und Gemüse eingemacht hat, das dann anschließend jahrelang im Keller sein trostloses Dasein fristete. Doch in diesem Fall sind Weckgläser ein echtes Multitalent. Sie lassen sich nämlich ganz einfach in der Handtasche verstauen, laufen nicht aus, brauchen kein umfassendes Kühlequipment und haben dazu noch einen oberleckeren Inhalt: Walnuss Bananen Küchlein!


Zutaten: etwas Öl * 200 g weiche Butter * 150 g Zucker * 1 EL Zitronensaft * 4 Eier * 150 g Mehl * 1 gestr. TL Backpulver * 75 g Speisestärke * 1 reife Banane * 30 g Walnusskerne * optional etw. Vanille- oder Haselnusssirup

+ 6 Weckgläser mit Einmachringen, Deckeln und Klammern

1. Die Gläser mit etwas Öl einstreichen und den Ofen auf 175° C vorheizen. Butter, Zucker und Zitronensaft mit dem Rührgerät cremig rühren. Danach die Eier einzeln unterrühren. Mehl, Backpulver und Stärke mischen und zusammen zum Rest rühren.

2. Die Banane in kleine Stücke schneiden und mit der Gabel zerdrücken. Walnüsse grob hacken. Das Bananenmus und die Nüsse unter den Teig heben und diesen in die Gläser füllen. Im Ofen offen ca. 35 Minuten backen. Deckel und Einmachringe in kochendem Wasser ca. 2 Minuten köcheln und anschließend abtropfen lassen. Die Küchlein herausnehmen und sofort mit den Einmachringen, Deckeln und Klammern verschließen und auskühlen lassen.

Tipp: Die Küchlein im Glas sind so verschlossen etwa 4 Wochen lang haltbar. 


Hübsch verpackt eignen sich die winzigen Küchlein übrigens auch super als Mitbringsel für Freunde und Familie :-)


 Liebe Grüße und einen sonnigen Sonntagabend wünscht euch
Paloma

Dienstag, 15. April 2014

Der Oster-Klassiker schlechthin: Süßer Hefezopf mit Mandeltopping



Als Kind kam ich erst sehr spät in den Genuss meines ersten Osterzopfs. Meine Mutter, die unter einer unerklärlichen Hefe-Angst leidet und jegliches Backwerk, das mit dem "komischen Zeug" hergestellt wird, aus ihrer Küche verbannt, traute sich schon damals nie einen zu backen. "Nachher geht der nicht auf" oder "Das dauert zu lange" hieß es da immer. So war es schließlich unser lieber Nachbar, der meine Schwester und mich eines Ostersonntags mit einem kunstvoll geflochtenen Kranz überraschte. Wir Kinder waren natürlich ganz aus dem Häuschen - kein Wunder, schließlich hatten wir so etwas vorher ja noch nie gesehen, geschweige denn gekostet. Und nach dem ersten Bissen war klar, das wird eine ganz große Hefezopf-Liebe werden! In den darauffolgenden Jahren gab es den Zopf von unserem Nachbarn dann nicht nur zu Ostern, sondern auch zum Geburtstag, zur Kommunion oder sonstigen Festtagen - und blieb so ein ewiges Kindheits-Highlight. Den Warnungen meiner Mutter zum Trotz habe ich mich dieses Jahr nun selbst an einen gewagt. Und was soll ich sagen - ich habe noch nie etwas Einfacheres in den Ofen geschoben! Abgesehen von der Zeit, die der Teig zum Ruhen benötigt, ist dieser Oster-Klassiker nämlich kinderleicht. Glaubt ihr nicht? Ausprobieren!


Zutaten: 500 g + etwas Mehl * 100 g Zucker * 1 Prise Salz* 200 ml + etw. Milch * 1 Würfel Hefe (42g) * 1 Ei * 1 Eigelb * 50 g Butter * gehackt Mandeln * 

+ Rührgerät mit Knethaken

1. Die Milch in einem Topf lauwarm erwärmen, jedoch nicht zu heiß, da sonst die Hefebakterien absterben. Im Zweifelsfall einfach probieren, wenn die Milch so schmeckt, als hätte man sie zu lange draußen in der Sonne stehen lassen, ist die Temperatur genau richtig ;-) Anschließend die Hefe hineinbröckeln und unter Rühren auflösen. 

2. In eine Schüssel Mehl, Zucker, Salz und 1 Ei geben. Die Hefemilch dazuschütten und alles mit den Knethaken des Rührgeräts vermengen. Wenn das Mehl einigermaßen verarbeitet ist, die Butter in Flöckchen dazugeben und noch einmal alles gut verrühren. Wenn der Teig beginnt sich zu einer Kugel zu formen, noch ca. 3 Minuten weiterkneten (Ja, hier sind Muckis gefragt!!). 

3. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und den Teig an einem warmen Ort 40 Minuten gehen lassen. Ich stelle ihn immer bei unter 50° C in den Backofen und lasse die Tür einen Spalt auf. Wenn sich das Volumen des Teigs ungefähr verdoppelt hat, knetet ihr ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durch und teilt ihn in zwei Teile. Diese werden dann zu zwei langen Würsten ausgerollt und anschließend nach Belieben geflochten (Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, schiefe und krumme Zöpfe schmecken gleich noch besser!). 

4. Den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und noch einmal abdecken und ca. 20 Minuten gehen lassen. Unterdessen das Eigelb mit 1 EL Milch verquirlen und den Zopf damit bestreichen und nach Belieben mit gehackten Mandeln bestreuen. Danach im Backofen bei 200° C (175° C Umluft) ca. 25 Minuten backen. Den Zopf nach 10-15 Minuten mit Alufolie abdecken, damit er nicht zu braun wird.


Tipp: Den Hefezopf kann man auch super schon einige Tage vorher machen, dann einfrieren und pünktlich zum Osterbrunch wieder auftauen. So macht der Stress auch an den Feiertagen mal Pause ;-)


Guten Appetit und ein schönes Osterfest mit euren Lieben wünscht euch
Paloma

Samstag, 12. April 2014

Kleiner Amsterdam-Guide für den Kurzurlaub


Amsterdam - eine Stadt, die sich dem Klischee zufolge durch Fahrräder, Coffee Shops und ihr berühmt berüchtigtes Rotlichtviertel auszeichnet. Das waren auch die ersten Attribute, die mir einfielen. Bis zu meinem ersten Besuch Ende März, bei dem ich sofort eines besseren belehrt wurde und mich Knall auf Fall in die niederländische Hauptstadt verliebte. Malerischen Grachten, winzige Gassen, stylische Cafés oder wunderschöne Häuser sind nur einige der Dinge, die Amsterdam einen ganz Besonderen Charme verleihen. Typisches Großstadt-Flair fehlt hier, dafür bietet die Hafenstadt eine gemütliche Art von Urbanität, die man sonst selten findet. Ich finde auf jeden Fall, Amsterdam ist immer eine Reise wert! Und für alle, die noch am überlegen sind, gibt es hier ein paar Tipps, die vielleicht das letzte überzeugende Argument liefern ;-)


Die viktorianischen Häuser um Amsterdams in und um Grachten herum sind auf Stelzen gebaut worden, damit sie auf dem sandigen, nassen Untergrund Halt finden. Das ist der Grund, warum heute jedoch viele von ihnen ziemlich windschief daherkommen. Ein Spaziergang durch Prinsengracht, Kaizersgracht und Herengracht lohnt sich also allemal! Das "dünnste" Haus misst übrigens gerade mal drei Meter - also Augen offen halten...!


Ein absoluter Hotel-Tipp ist The Student Hotel im Westen der Stadt. Wer einen günstigen Citytrip machen möchte, sollte hier auf jeden Fall mal vorbeischauen, denn Doppelzimmer gibt es schon ab knapp 50 Euro die Nacht. Die Einrichtung der Zimmer ist zwar relativ einfach gehalten, dafür gehören jedoch ein stylisches Restaurant, verschiedene Aufenthaltsräume, ein Fitnesscenter und vieles mehr zum Interior des Hotels. Direkt vor der Haustür fährt eine S-Bahn ab, die ca. 10 Minuten in die Innenstadt fährt. Außer Touristen wohnen hier übrigens auch viele Studenten, die ein Auslandssemester in Amsterdam machen. Wer also auf den ein oder anderen Insider-Tipp aus ist, sollte sich gegen Abend mal in der Bar blicken lassen ;-)





Bei Frietsteeg in der Heisteeg 3 gibt es typische Holländische Fritten. Der Laden ist winzig und fällt beim Vorbeigehen kaum auf, nicht selten drückt sich aber eine kleine Menschenmenge vor dem Eingang herum. Kein Wunder, angeblich soll es hier die besten Fritten der Stadt geben. Es war bei meinem Kurztrip zwar keine Zeit, alle Buden zu testen, ich würde diese Behauptung nach einer großen Portion aber ganz eindeutig unterstützen ;-)



Wer abends gut und nicht allzu teuer essen gehen möchte, sollte im Bazar vorbeischauen. Hier gibt es marokkanische Spezialitäten zu guten Preisen. Untergebracht in einer alten Markthalle am Albert-Cuyp-Markt, erinnert das tolle Ambiente des Restaurants zudem - wie der Name schon verrät - an einen orientalischen Basar.


Beim Shopping lohnt sich ein Besuch im Magna Plaza. Das ehemalige Hauptpostamt der Stadt wurde prächtig restauriert und beherbergt heute viele kleine Stores.


Wer ein außergewöhnliches Mitbringsel sucht, wird ganz sicher bei Kitsch Kitchen fündig. Von Elefanten-Vasen über quietschbunte Fahrradtaschen bis hin zu Barbie-Geschirr gibt es hier allerhand Kurioses, Kitschiges und Erstaunliches.


Bei I Love Vintage in der Prinsengracht können Retro-Fans sich mit wunderschönen 50er/60er-Jahre-Klamotten eindecken. Petticoats und Co. werden hier übrigens selbst geschneidert, dazu gibt es eine kleine Auswahl an original Vintage-Kleidern. Der Laden ist stilvoll eingerichtet, die Verkäuferinnen super nett und die Preise mehr als fair!


Bei einem echten Amsterdam-Besuch darf natürlich die obligatorische Grachtenfahrt durch die Kanalstraßen der Stadt nicht fehlen. Viele Schiffe starten direkt am Hauptbahnhof und machen zudem einen kleinen Abstecher zum Hafen. Man kann sich aber auch Tretboote leihen und die Kanäle auf eigene Faust erkunden. Aber Vorsicht - in den Wasserstraßen kann man sich leicht verirren ;-)


Ich hoffe, euch hat mein kleiner Amsterdam-Guide gefallen und der ein oder andere hat vielleicht Lust auf einen Kurzurlaub in der niederländischen Hauptstadt bekommen :-)


Macht euch ein schönes Wochenende!
Paloma