Montag, 21. Januar 2013

Süßes Hefe-Zupfbrot zum Sonntagsfrühstück


Ich bin ein Frühstücksmensch. Mit einem tollen Sonntagsbrunch-Buffet lockt man mich auch am Wochenende um acht Uhr morgens in Rekordzeit aus den Federn, für süßes Gebäck und Co. würde ich jedes Schnitzel stehen lassen und frisch gepressten O-Saft und Milchkaffee schlürfe ich genüsslicher als einen vierundneunziger Chardonnay. Das Problem war bisher jedoch, dass man ja nicht jeden Morgen ein Vier-Gänge-Frühstücksbuffet zaubert oder ins Café rennt - obwohl das natürlich auch sehr verlockend klingt. Die Lösung dieses wirklich existenziellen Problems fand ich allerdings, als ich eines morgens am Wochenende mit einer traurigen, kläglichen Müslischale in der Hand durch ein paar Zeitungen blätterte: Auf einmal starrte mich ein äußerst deliziös aussehendes Zupfbrot an!


Für alle, die sich jetzt fragen, was denn überhaupt und bitteschön ein Zupfbrot ist: Von einem Zupfbrot kann man - wie der Name schon sagt - die einzelnen Brotscheiben ganz easy-peasy abzupfen. Perfekt für all die Morgenmuffel, denen man vor dem ersten Kaffee besser kein Messer in die Hand drückt ;-)
Das Brot ist auf jeden Fall ein echter Frühstücks-Retter, weil es einfach gemacht ist (am besten schon am Vortag), weil es total lecker schmeckt (pur oder mit Marmelade...mmmhm!) und weil es am Wochenende das übliche, schnelle Unter-der-Woche-Müsli ersetzt und uns somit herrlich entspannt in den freien Tag starten lässt. Probiert's doch selbst mal aus!


Zutaten: 500 g Mehl * 200 g Zucker * 1 Päckchen Vanillezucker * 1 Päckchen (7 g) Tockenhefe * Salz * 150 ml Milch * 150 g weiche Butter * 2 Eier * 2 TL gemahlener Zimt

+ ein Rührgerät mit Knethaken * eine Kastenform (26 - 30 cm) * Nudelholz

1. Das Mehl mit 50 g Zucker, Vanillezucker, Hefe und 1/2 TL Salz mischen. Gleichzeitig die Milch lauwarm erwärmen, mit 50 g weicher Butter und den Eiern vermengen und anschließend zur Mehlmischung geben. Das Ganze mit den Knethaken zu einem glatten, elastischen Teig verkneten und zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.

2. Die Kastenform fetten. 150 g Zucker mit dem Zimt mischen und 100 g Butter schmelzen lassen. Der Teig sollte nach einer Stunde ungefähr zur doppelten Größe aufgegangen sein. Wenn das der Fall ist, den Teil noch einmal kurz durchkneten und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 cm dünn ausrollen. Zuerst die Butter auf den Teig streichen, danach Zimt und Zucker darauf streuen (und dabei einen kleinen Rest aufbewahren). Den Teig anschließend in Quadrate schneiden (ca. 8 x 8 cm).

3. Immer 5 Teigquadrate aufeinander stapeln und senkrecht in die Kastenform stellen. Diesen Vorgang wiederholen, bis alle Quadrate in der Form sitzen. Das Ganze so noch einmal 30 Minuten gehen lassen. Anschließend den restlichen Zimtzucker oben drauf verteilen.

4. Backofen auf 175° C vorheizen (E-Herd) und das Brot anschließend ca. 30 - 40 Minuten backen. Nach dem Herausnehmen noch etwa 30 Minuten in der Form ruhen lassen, danach vorsichtig stürzen und anrichten.

 Tipp: Ich habe den Teig zum Gehen auf die heiße Heizung gestellt und mit einem Küchentuch abgedeckt.


PS: Das Brot war leider so schnell aufgezupft, dass ich gar nicht mit dem Fotografieren hinterher kam - deswegen habe ich nur noch die Hälfte erwischt ;-)

Bon Apétit!

Sonntag, 13. Januar 2013

I lost my heart in London - Part II


So, wie versprochen seht ihr hier nun den zweiten Teil meiner kleinen London-Tour...


Covent Garden gehört zu meinem absoluten Lieblingsvierteln in London. Wenn man hier aus der U-Bahn Station steigt, zieht einen der Duft der vielen Restaurants und Open-Air-Kitchens sofort in die alte Markthalle. Viele tolle, kleine Geschäfte, eine belebte Piazza und zahlreiche Straßenmusiker machen den Charme dieses Ortes aus.


Die am Trafalgar Square liegende National Gallery ist wie viele andere Museen in London kostenlos zu besichtigen. Und auch Kunstmuffel kommen hier auf ihre Kosten: Die vielen riesigen Malereien sind auch ohne umfangreiches Hintergrundwissen einfach beeindruckend ;-)


Die Engländer sind berühmt für Ihre Pub-Kultur! "The Sherlock Holmes" ist nicht nur wegen dem einstigen Meisterdetektiv berühmt - die Einrichtung ist urgemütlich und vor allen Dingen typisch britisch, das Feierabend-Pint ist für Londoner Verhältnisse relativ günstig und in der oberen Etage bekommt man zudem eine Kleinigkeit zu essen.


Wer auf leckere Pasta steht,sollte mal im Sfizio in Bloomsbury vorbeischauen. Hier gibt es für wenig Geld super leckeren Kaffee und kleine Snacks wie Nudeln, Foccacia oder Salate. Zwischen 17 und 19 Uhr bekommt man zur "Food Happy Hour" außerdem kleine Aperitivo Häppchen zu seinen Drinks dazu - einfach köstlich!


Das Natural History Museum sollte man schon allein wegen der großartigen Architektur nicht verpassen! Der beeindruckende Bau erinnerte mich irgendwie an die Harry Potter Filme - große, breite Steintreppen, riesige Buntglasfenster und Tausende von Gewölben. Ach und das Beste? Den Eintritt gibt's mal wieder für lau :-)


Eine der tollsten Entdeckungen, die ich in London gemacht habe, ist der Borough Market. Unter der London Bridge direkt am Ufer der Themse tummeln sich hier Donnerstags bis Samstags Händler und Bauern aus dem Londoner Umland und bringen Ihre Köstlichkeiten an den Mann. Und an jedem Stand gibt es Kleinigkeiten zum Probieren - Pasta, Brownies, Obst, Antipasti... Nach nur einem Rundgang war ich auf jeden Fall so gut wie satt!




Mehr Infos zum Markt findet ihr hier.



Logisch, der Buckingham Palace ist natürlich für jeden London Besucher Pflicht. Viel schöner als die Audienz vor verschlossenen Toren (mit gefühlten 1.000 anderen Touristen) finde ich das Panorama im St. James's Park, der direkt an die königliche Behausung angrenzt. Von der Brücke am See kann man zur einen Seite den Blick auf das London Eye genießen, dreht man sich um, guckt man quasi der Queen ins Wohnzimemer - und das ganz ohne Touri-Gedränge ;-)


Für britisches Frühstück - Eggs, Beans and Bacon - bin ich ja nicht so zu haben. Ganz anders sieht es bei süßen Pfannkuchen aus! Die besten Banana Pancakes habe ich im Giraffe gegessen. Vom Restaurant im Southbank Center kann man zum Frühstück außerdem den tollen Ausblick auf die Themse genießen.


So, ich hoffe, euch hat mein kleiner London-Guide gefallen :-)
Liebste Grüße!
Paloma

Donnerstag, 3. Januar 2013

I lost my heart in London - Part I



 "When a man is tired of London, he is tired of life" - das wusste schon Samuel Johnson Anfang des 18. Jahrhunderts. Den legedären Slogan des Schriftstellers über seine geliebte Heimatstadt findet man heute auf zahlreichen Souveniers in kleinen Giftshops am Straßenrand. Auch ich hab mich in die charmarnte Stadt an der Themse verliebt! Keine andere Metropole bietet meiner Meinung nach diesen tollen Kontrast zwischen Alt und Neu, Historischem und Modernem, Tradition und Style. London ist einfach immer eine Reise wert und hat neben Tower Bridge, Big Ben und Co. noch allerlei Faszinierendes zu bieten.Während eines etwas längeren Aufenthaltes hatte ich die Chance einiges davon zu entdecken...


Wer kennt sie nicht? Die knallroten Doppeldeckerbusse sind aus dem Stadtbild der britischen Metropole gar nicht mehr wegzudenken. Aber vorsicht - die Busfahrer kennen keine Gnade vor Fußgängern ;-)
Wenn man übrigens in eine der Linien steigt, die durchs Zentrum fahren, spart man sich den überteuerten Preis für die Touristen-Sightseeingtouren. Von der Tower Bridge bis zur Oxford Street fährt der Bus an vielen berühmten Hotspots vorbei.

 

Zu jedem London-Besuch gehört für mich ein Ausflug nach Notting Hill dazu. Die vielen zauberhaften Wohnhäuser, die die Straßen säumen, sehen mit ihren bunten Türen so aus, als würde gleich Hugh Grant mit Juilia Roberts aus ihnen hinausspazieren. Hier findet außerdem jeden Samstag der berühmte Portobello Road Market statt - ein Straßenmarkt, auf dem man neben leckerem Essen, Kleidung oder Schmuck auch allerlei Kuriositäten findet...


...wie zum Beispiel diese tolle Sammlung mit alten, kaputten Kameras.


Bei schönem Wetter lässt sich London am besten zu Fuß erkunden. Vom Big Ben bis zur Tower Bridge kann man herrlich am Südufer der Themse entlang spazieren.


Wer sich gerne ein Musical im West End ansehen möchte, schaut am besten am Vormittag an den Box Offices der jeweiligen Theater vorbei. Ab ca. 11 Uhr werden hier die Restplätze für die Show am selben Abend für einen Bruchteil des Originalpreises verkauft.


Die Schaufenster des Kaufhauses Selfridges in der Oxford Street werden regelmäßig von unterschiedlichen Künstlern umgestaltet. Eine super Idee, um Kultur und Shopping miteinander zu verbinden, oder? ;-)


Cupcakes gehören mittlerweile genauso zu London wie der tägliche Afternoon-Tea. Besonders lecker sind sie bei Bea's of Bloomsbury.


Apropos Essen - die Food Hall im Luxuskaufhaus Harrods übersteigt einfach jede Vorstellungskraft! In opulenter Atmosphäre gibt es hier frische Lebensmittel, Pastries und Kuchen, tausende von Gewürzen, Mittagsgerichte, und, und, und... wer hier hungrig wieder rausgeht, ist selber schuld. Besonders schick als Mitbringsel fand ich übrigens die in schöne Dosen verpackten, hauseigenen Teesorten.


Ganz klar - London ist das Shopping-Mekka schlechthin! Wer etwas abseits der großen Ketten in der Oxford Street kaufen möchte, sollte sich mal in Soho umschauen. Rund um die Carnaby Street gibt es viele kleine, unabhängige Shops.